Was ist die MPU?
Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung – kurz MPU – ist eine staatlich geregelte Eignungsüberprüfung für Kraftfahrer. Sie wird von der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn begründete Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen.
Wann wird die MPU angeordnet?
Eine MPU kann aus verschiedenen Gründen angeordnet werden: wiederholte Alkohol- oder Drogendelikte im Straßenverkehr, eine hohe Punktezahl in Flensburg, schwerwiegende Straftaten mit Fahrzeugbezug oder auffälliges Fahrverhalten. Die häufigsten Anlässe sind Trunkenheitsfahrten ab 1,6 Promille oder mehrfache Fahrten unter Alkoholeinfluss.
Was wird bei der MPU untersucht?
Je nach Anlass umfasst die MPU eine ärztliche Untersuchung, eine psychologische Begutachtung und Leistungstests. Die ärztliche Untersuchung prüft körperliche Eignung, Laborwerte und mögliche Suchterkrankungen. Die psychologische Begutachtung analysiert Persönlichkeit, Verhalten und Rückfallrisiko.
Bestandene vs. nicht bestandene MPU
Nach der Untersuchung erstellt die Begutachtungsstelle ein Gutachten. Dieses kann positiv (Eignung bestätigt), negativ (Eignung verneint) oder mit Auflagen versehen sein. Ein negatives Gutachten bedeutet in der Regel, dass die Fahrerlaubnis nicht erteilt oder zurückgegeben wird.